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Glutenintoleranz - Wird Dinkel Gluten trotzdem vertragen?

Immer mehr Menschen genießen Produkte aus Dinkel als Alternative zu Weizen. Aber warum ist Dinkel so beliebt? Was ist der Unterschied zwischen Weizen- und Dinkel Gluten? Wird Dinkel Gluten bei einer Glutenintoleranz vertragen?

Was ist Dinkel?

Dinkel ist eine Weizenart, die zu den sogenannten Spelzgetreiden gehört. Hierzu zählen auch die alten Getreidesorten Einkorn und Emmer. Bei einer Glutenintoleranz sollte man im Rahmen der glutenfreien Ernährung auf diese Getreidesorten verzichten. Aber wie verhält es sich mit Dinkel? Gibt es möglicherweise unterschiedliche Glutenvarianten? Ist Dinkel Gluten anders gestrickt als Weizengluten?

Bei den Spelzgetreiden wie dem Dinkel ist das Korn von einer Spelzhülle ummantelt. Diese Schutzhülle wird als Spelz bezeichnet. Sie wird im sogenannten Gerbgang entfernt.

Dinkel erfreut sich größter Beliebtheit. Es ist gesund und hat durch seine verschiedenen Inhaltsstoffe positive Wirkungen auf die Gesundheit und die Psyche. Zudem enthält es mehr Gluten als Weizen und ist somit ideal als Backzutat. Dinkelmehl ist reich an Gluten und der Klebereiweiß sorgt dafür, dass der Kuchen oder das Brot zusammenhält. Gluten ist jedoch nicht gleich Gluten.

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Warum ist Dinkel so beliebt?

Dinkel enthält mehr wertvolle Inhaltsstoffe als Weizen. Dinkel enthält pro 100 Gramm 4,2 mg Eisen. Weizen nur 3,3 mg. Stolze 130 mg Magnesium verstecken sich im Dinkel. Im Weizen nur 97 mg. Auch die Spurenelemente Kupfer, Zink und Mangan sind in Dinkel mehr enthalten als in Weizen.

Weitere Vorzüge von Dinkel und Dinkelprodukten sind der hohe Gehalt an Silizium und der hohe Vitamingehalt. Die B-Vitamine B1, B2, B3 und B6 sind wichtig für das Nervensystem und den Stoffwechsel. Dinkel ist außerdem eine gute Quelle für Vitamin E. Das Getreide versorgt den Körper mit wertvollen Vitalstoffen, Aminosäuren und Fettsäuren, die aufgrund ihrer hohen Qualität besonders gut vom Körper aufgenommen werden können. Dinkel enthält zudem mehr Eiweiß als Weizen, wodurch es für Sportler sehr interessant ist. Alle 8 essentiellen Aminosäuren sind in Dinkel enthalten. So zum Beispiel auch Tryptophan. Diese Aminosäure ist für die Produktion des Glückshormons Serotonin verantwortlich.

Als Betroffener mit einer Glutenintoleranz werden Sie nun schnell feststellen, dass Dinkel Weizen vorzuziehen ist und sich gleichzeitig sagen, dass Dinkel für Sie aufgrund des Glutens nicht in Frage kommt. Aber ist das wirklich so? Gibt es nicht verschiedene Glutenvarianten?

Ist Dinkel Gluten für eine glutenfreie Ernährung geeignet?

Wenn Sie wirklich auf Gluten verzichten möchten, dann müssen Sie natürlich auch auf Dinkel Gluten verzichten. Aber was ist, wenn Sie Dinkel Gluten gut vertragen? Würde es dann Sinn machen auf Dinkelprodukte zu verzichten? Viele Menschen vertragen Dinkel Gluten sehr gut, obwohl sie an einer Glutenintoleranz leiden. Aber wie kann das sein?

Gluten ist nicht gleich Gluten

Dinkel Gluten unterscheidet sich von anderen Glutenvarianten wie beispielsweise dem Weizengluten. Dinkel enthält mehr Gluten als Weizen. Dies ist darin begründet, dass Dinkel auch mehr Proteine enthält. Je proteinreicher ein Getreide ist, desto mehr Gluten enthält es.

Menschen, die an einer Glutenintoleranz leiden, wird oftmals geraten auf Gluten zu verzichten. Viele Menschen wissen nicht einmal, dass sie an einer Glutenunverträglichkeit leiden. Sie klagen über rheumatische Beschwerden, ständige Kopfschmerzen, Schwindel und andere Symptome. Dies ließe sich verhindern, wenn sie auf Gluten verzichten würden oder weniger Gluten zu sich nehmen würden, heißt es. Es gibt jedoch auch Ausnahmen, die trotz Klebereiweiß bei einer Glutenintoleranz gut verträglich sind.

Dinkel Gluten wird oftmals sehr gut von Menschen mit einer Glutenintoleranz vertragen. Im Grunde genommen ist Gluten eine Kombination aus verschiedenen Proteinen. Jedes Getreide, somit auch der Dinkel, enthält eine ganz eigene Proteinkombination. Dabei besteht Dinkel Gluten immer aus zwei Proteingruppen. Hierzu zählen die Prolamine und die Gluteline. Auch alle anderen Getreidearten bestehen aus diesen zwei Proteingruppen. Diese unterscheiden sich jedoch in jeder Getreideart, weshalb sie in jedem anders bezeichnet werden. Im Weizen heißen die Gluteline Glutenin. Die Prolamine werden im Weizen als Gliadin bezeichnet, im Roggen als Secalinin und in der 'Gerste als Hordein.

Die Proteingruppen lassen sich noch weiter herunterbrechen. Im Weizen gibt es zum Beispiel nicht nur ein einzelnes Gliadin, sondern auch noch Alpha-, Beta-, Gamma- und Omega-Gliadin. Und diese wiederum lassen sich in weitere Untergruppen einteilen. Beim Weizen ist das Omega-5-Gliadin verantwortlich für Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Im Dinkel fehlt das Omega-Gliadin weshalb es im Allgemeinen besser vertragen wird.

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Was muss ich beachten, wenn ich Dinkel Gluten verzehren möchte?

Wie Sie sehen, könnten Sie möglicherweise Dinkel Gluten im Gegensatz zum Weizengluten vertragen und es in ihre 'glutenfreie Ernährung' einbauen. Beim Kauf von Dinkel sollten Sie darauf achten, dass sie reine Dinkelsorten kaufen. Leider gibt es Kreuzzüchtungen zwischen Dinkel und Weizen, die als Dinkel verkauft werden, aber Nahrungsmittelunverträglichkeiten auslösen können. Hier wären unter anderem Rouquin und Hercule zu nennen. Hierbei handelt es sich um Kreuzzüchtungen. Reine Dinkelsorten wie Roter Tiroler, Ebners Rotkorn, Neuegg, Weisskorn, Schwabenkorn, Holstenkorn, Bauländer Spelz, Ostro, Oberkulmer Rotkorn und Altgold hingegen werden oftmals trotz Dinkel Gluten von Menschen mit einer Glutenintoleranz vertragen.

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