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Hilfe, ich leide unter Laktoseintoleranz – welchen Käse darf ich essen?

Fast jeder siebte Deutsche leidet unter einer Laktoseintoleranz und es ist nicht zufällig, dass das Sortiment an kostenfreien Spezialprodukten stetig steigt. Von den Herstellern wird den Betroffenen suggeriert, dass sie nur mit diesen bestimmten Produkten ihre typischen Verdauungsbeschwerden in den Griff bekommen. Doch Fakt ist, dass viele von Natur aus laktosearmen Käsesorten und sogar Butter von den Betroffenen gut vertragen werden. Daher sind viele der laktosefreien Spezialprodukte oftmals überflüssig, zumal sie auch oftmals doppelt so teuer sind, wie herkömmliche Vergleichsprodukte.

Wissenswertes rund um Laktose und die Laktoseintoleranz

Immer mehr Menschen sind von der Laktoseintoleranz – Milchzuckerunverträglichkeit – betroffen. Allein 15 bis 20 % der westlichen Bevölkerung leidet unter dieser Nahrungsmittelunverträglichkeit und weltweit sind sogar rund 80 % betroffen. Was die Symptome angeht, so führt der Verzehr von Milch und Milchprodukten zumeist zu heftigen Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall und Übelkeit. Doch auch subtile Beschwerden, wie Schwindel, Kopfschmerzen und chronische Müdigkeit können als Folge der Laktoseintoleranz auftreten.

Laktosefreie Lebensmittel kaufen

Wer unter einer Laktoseintoleranz leidet, der wird fast unmittelbar nach dem Genuss von Milchprodukten unter starken Verdauungsbeschwerden wie Magen- und Bauchkrämpfe leiden. Auch extreme Blähungen und Durchfallattackengehören zu den typischen Symptomen. Das Problem ist der Milchzucker – die Laktose, die in fast jedem Milchprodukt in ganz unterschiedlichen Konzentrationen enthalten ist.

Die Zellen der Dünndarmschleimheit eines gesunden Menschen bilden ein spezielles Enzym, die Laktase. Sie spaltet den Milchzucker in seine Einzelteile auf (Glucose und Galactose), die dann absorbiert werden. Hier kommt es nicht zu Verdauungsproblemen. Mehr Informationen dazu gibt es auch auf histavino.com

Laktose ist ein natürlicher Bestandteil von Milch, und aus Milch...

... wird Käse hergestellt. Darum verzichten viele Betroffene auf der Verzehr oder aber greifen auf die speziellen Produkte zu. Doch das muss nicht sein, denn Laktose im Käse wird während des Reifeprozesses in Milchsäure umgewandelt und damit muss jemand der unter einer Laktoseintoleranz leidet nicht komplett auf den Genuss von Käse verzichten.

Der Grund ist, dass viele Käsesorten laktosefrei sind. Grundsätzlich gilt folgender Grundsatz: Je länger ein Käse gereift ist, desto weniger Laktose enthält er. Denn während des Reifeprozesses wird die Laktose in ihre Bestandteile Glukose und Galaktose gespalten und dann zu Milchsäure umgewandelt. Erst wenn ein Käse unter 0,1 % Laktose enthält, darf er als „laktosefrei“ bezeichnet werden.

Doch Vorsicht, denn ein Käse, der nicht reift, wie Schmelzkäse, Frischkäse, alle Arten von Rahm, Joghurt und Quark sind nicht laktosefrei. Sie sollten daher nicht verzehrt werden, wenn eine Laktoseunverträglichkeit besteht. Die einzige Ausnahme hier: Es wird auf den Produkten durch eine entsprechende Auszeichnung darauf hingewiesen, dass die Laktose gezielt gespalten wurde.

Molke, Joghurt & Co.

Molke ist ein Abfallprodukt, das bei der Käseherstellung entsteht und circa 5 % Laktose enthält. Dabei muss zwischen zwei Sorten unterschieden werden: Süß- und Sauermolke. Die Süßmolke entsteht, wenn die Milch mit Lab zur Käseherstellung verdickt. Sauermolke hingegen entsteht, wenn die Milch mit Bakterien behandelt wird. Nachdem das Eiweiß als Käse oder Topfen (Quark) abgetrennt wurde, bleibt die Molke übrig.

Vor allem bei Fertiggerichten ist ein Blick auf die Zutatenliste wichtig, denn Molkepulver und auch andere Milchproduktpulver werden gern bei der industriellen Nahrungsmittelproduktion eingesetzt. So kann dann selbst das Fischstäbchen zu einem Laktoseprodukt werden.

Bei Joghurt variiert der Laktosegehalt sehr stark, wobei es auch hier auf die Art und die Verarbeitung ankommt. Wer nicht auf Joghurt verzichten möchte, der kann mit einem Selbstversuch herausfinden, welches Produkt er verträgt und welches nicht. Doch Studien haben bereits gezeigt, dass der probiotische laktosehaltige Joghurt mit lebenden Bakterienstämmen besser vertragen wird, als der erhitzte und somit „keimfreie“ laktosehaltige Joghurt.


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