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Verreisen mit Zöliakie und Glutenintoleranz

Wer unter Glutenunverträglichkeit leidet, muss eine Reise in ein fremdes Land sorgfältiger planen, als andere Urlauber. Lassen Sie sich aber die Vorfreude auf Ihre Ferien nicht verderben! Die folgenden Tipps helfen Ihnen bei der Planung, sodass Sie auch als Zöliakie-Patient einen beschwerdefreien Urlaub genießen zu können.

Die Urlaubsreise – unterwegs mit Zöliakie

Die Vorstellung, auf einer langen Autofahrt oder im Flugzeug unter Bauchkrämpfen und Durchfall zu leiden, schreckt viele von Glutenunverträglichkeit betroffene Personen ab, eine weite Reise anzutreten. Dabei lässt sich die Anreise zu Ihrem Ferienziel problemlos vorbereiten:

  • Flugreise mit Zöliakie
    Auf Langstreckenflügen werden Mahlzeiten serviert und ganz gleich ob der Passagier Vegetarier ist, an einer Nahrungsmittel-Intoleranz leidet oder koscheres Essen bevorzugt: Special Meals – also spezielle Mahlzeiten – zu bestellen, ist gar kein Problem. Allerdings sollte dies rechtzeitig erfolgen und nicht erst unmittelbar vor oder gar während des Fluges. Am besten geben Sie gleich bei der Buchung an, dass Sie Allergiker sind und glutenfreies Essen benötigen. Auf Kurzstrecken werden meistens kleine Snacks serviert, die Zöliakie-Patienten leider ablehnen müssen. Allerdings stellen sich immer mehr Airlines darauf ein, dass Allergiker mitfliegen und haben ein begrenztes Kontingent an glutenfreien Snacks an Bord.
    Am besten packen Sie sich für alle Fälle je nach Fluglänge ein Sandwich oder etwas zum Knabbern ins Handgepäck. Glutenfreie Gummibärchen, Bonbons, Reiswaffeln etc. bekommen sie in allen größeren Supermärkten oder im Reformhaus.
  • Längere Fahrten mit dem Pkw, Bus oder Zug
    Die Raststätten entlang der Autobahnen sollten Sie besser links liegen lassen: Packen Sie sich zu Hause einen Picknickkorb mit Salaten aus geeigneten Gemüsesorten, Sandwiches und selbst gebackenen, glutenfreien Kuchen. Die meisten Parkplätze verfügen über Tische und Bänke wo Sie in Ruhe essen können.Oder fahren Sie einfach von der Autobahn ab und picknicken Sie gemütlich in der Natur. So wird bereits die Fahrt in den Urlaub zur Erholung.
    Bei längeren Reisen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist es ebenfalls ratsam, glutenfreie Verpflegung von daheim mitzunehmen. Auf einen Besuch im Speisewagen müssen Sie trotzdem nicht verzichten. Eine Tasse Kaffee wird normalerweise von Zöliakie-Patienten gut vertragen.

Das Urlaubsziel

Möchten Sie einfach nur zwischendurch einmal ein paar Tage weg, sind Sie mit einem Wellnesshotel bestens beraten. In diesem bringen Sie den Küchenchef mit Sonderwünschen garantiert nicht in Verlegenheit, sondern können sich darauf verlassen, dass er weiß, wie man auch Gäste mit einer Allergie kulinarisch verwöhnt. Für einen längeren Urlaub sollten Sie im Hotel Ihrer Wahl vorab anfragen, ob spezielle Gerichte für Menschen mit Glutenintoleranz angeboten werden. In großen Hotels und Clubanlagen ist das inzwischen fast überall der Fall. Natürlich können Sie sich auch für eine Ferienwohnung entscheiden und sich selbst verpflegen. Aber wer möchte im Urlaub schon ausschließlich in den eigenen vier Wänden essen?

Gut zu wissen:

  • Restaurants, Hotelküchen und Läden einiger Länder und Regionen haben ein besonders großes Angebot an glutenfreien Lebensmitteln: Reisen Sie nach Australien, Neuseeland, Dänemark, Italien, Spanien, Schweden, Finnland, Norwegen, Australien, London, in die Niederlande, die USA oder ins Schweizer Engadin dürfen Sie sich über eine reiche Auswahl an Produkten und Restaurants freuen.
  • Während Pizza und Pasta in ihrer italienischen Heimat auch «senza glutine», also glutenfrei, zu haben sind, hat sich in Spanien sogar der McDonald auf Zöliakie-Patienten eingestellt und bietet glutenfreie Burger an.
  • In Mexiko werden viele Speisen mit Maismehl zubereitet, welches problemlos gegessen werden kann. Natürlich sollten Sie die Angaben auf den Verpackungen beachten oder nachfragen.
  • In vielen asiatischen Ländern ist die Versorgung unproblematisch, da zum großen Teil Nahrungsmittel verwendet werden, die kein Gluten enthalten. Oft werden von Verbrauchern die Begriffe Glutamat und Gluten verwechselt, obwohl sie nichts miteinander zu tun haben.

Der «Notvorrat» in Rucksack oder Koffer

Je nach Reiseziel kann es sinnvoll sein, Verpflegung mitzunehmen. Glutenfreie Nudeln und Fertigsuppen lassen sich rasch vor Ort kochen, andere Lebensmittel, wie zum Beispiel Muffins, Salsa, Reiswaffeln und Maischips,müssen vor dem Verzehrt gar nicht zubereitet werden. Wenn Sie größere Mengen an Lebensmitteln einpacken möchten, lassen Sie sich vorsichtshalber von Ihrem Arzt eine Bescheinigung auf Englisch darüber ausstellen, dass Sie an Zöliakie leiden und auf entsprechende Nahrungsmittel angewiesen sind.

Weitere Tipps, die Ihnen das Reisen bei Glutenintoleranz erleichtern:

  • Lernen Sie vor Ihrem Urlaub die wichtigsten Begriffe in der jeweiligen Landessprache.
  • Auf Blogs und in Internetforen können Sie sich mit anderen reisefreudigen Betroffenen austauschen.
  • Waschen Sie in der Ferienwohnung Töpfe und Pfannen vor der ersten Benutzung gründlich, selbst dann, wenn diese sauber zu sein scheinen. Heikel wird es beim Toaster, in diesem finden sich fast immer Krümel. Möchten Sie auf Toastbrot nicht verzichten, gehören Toastabags ins Reisegepäck.
  • Nehmen Sie sich gleich am ersten Urlaubstag etwas Zeit, nicht nur die Umgebung, sondern auch Supermärkte zu erkunden. Wenn Sie wissen, wo es jederzeit glutenfreie Lebensmittel gibt, können Sie Ihre Ferien entspannt genießen.

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