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Bio Weinanbau ist kein Kinderspiel

Bio liegt voll im Trend. Nicht nur bei den Lebensmitteln, sondern auch bei den Genussmitteln, zu denen auch der Wein gehört. Viele Winzer haben schon reagiert und gehen hin zum biologischen Anbau. Auch wenn die ökologisch bewirtschaftete Fläche bisher nur einen geringen Teil einnimmt, in den letzten Jahren soll sie sich verdreifacht haben. Besonders Spitzenwinzer setzen erfolgreich auf die Bio Weine. Immerhin stammen sieben der zehn trockenen Rieslinge, die vom Weinführer „Gault Millau Deutschland“ ausgezeichnet wurden, aus Biobetrieben. Trotzdem ist es nicht ganz einfach, sich auf Bio einzustellen.

Konventioneller Anbau ist preiswerter

Weinanbau ist an sich schon eine große Herausforderung. Bei der ökologischen Erzeugung besteht die Herausforderung darin, Pflanzenschutz und Nährstoffversorgung unter einen Hut zu bekommen. Während südliche Länder gute Bedingungen für einen Bio Weinanbau mit sich bringen, haben Länder wie Deutschland und Österreich mit feuchtem Klima im Sommer zu kämpfen, das aggressive Pilzerkrankungen begünstigt. Beim konventionellen Anbau sind synthetische Spritzmittel erlaubt. Diese dringen in die Pflanze ein und wirken über eine lange Zeit von innen heraus.

Bio Produkte brauchen besondere Pflege

Beim biologischen Anbau sind nur ökologische Kontaktmittel zulässig. Diese werden aber vom Regen beseitigt und müssen deshalb öfter aufgetragen werden. Das bedeutet natürlich auch einen höheren Aufwand. Für Winzer im Süden Europas bedeutet das einen hohen Kostenvorteil.

Auch Mineraldünger sind beim Bio Wein verboten. Die Nährstoffversorgung kann nur über organische Dünger gesichert werden. Der Mehraufwand bedeutet aber nicht gleich einen höheren Ertrag. Dieser liegt bei deutschen Winzern sogar etwa 20 Prozent unter den des konventionellen Anbaus.


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