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Glühwein aus histaminfreien Wein

Glühwein gehört zur Weihnachtszeit wie Lebkuchen und stimmungsvolles Kerzenlicht. Wer unter Histaminunverträglichkeit leidet, muss aber leider oft verzichten. Vor allem auf dem Weihnachtsmarkt wird bisher kaum Glühwein aus histaminfreiem Wein angeboten. Es wäre natürlich wünschenswert, dass sichdas in Zukunft ändert.

Histaminfreier Glühwein lässt sich ganz leicht zu Hause selber machen. Alles, was Sie dazu brauchen, sind histaminfreier Wein, die passenden Gewürze und ein gutes Rezept. Bevor wir Ihnen dazu mehr Informationen geben, werfen wir doch einmal einen Blick in die Geschichte des traditionellen Weihnachtsgetränks.

Die Geschichte des Glühweins

Schon in der Römerzeit wurde heißer Würzwein serviert. Im Rezeptbuch des Apicius, das vor rund 2000 Jahren geschrieben wurde, wird der «Conditum Paradoxum» beschrieben, ein erlesener Würzwein. Er wurde mit Honig, Zimt, Nelken, Sternanis, Lorbeer, Thymian und Koriander versetzt. Wenn man bedenkt, wie teuer zu jener Zeit die meisten Gewürze waren, wird rasch klar, dass dieses Getränk nur Wohlhabenden zur Verfügung stand. Fünf Liter Wein mischte man damals mit einem Liter Honig, der in erster Linie die Aufgabe hatte, den Wein haltbar zu machen.

Die anderen Zutaten dienten vor allem zum Protzen. Wer es sich leisten konnte, die aus fremden, fernen Ländern nach Europa transportierten Gewürze zu kaufen, zeigte es gerne. Während Könige und Fürsten aus dem Vollen schöpfen konnte, würzte die einfache, arme Bevölkerung den Wein mit selbst gesammelten Pfefferminzblättern.

Während die Zutaten im Laufe der Jahrhunderte kaum änderten, wurde Würzwein etwa ab dem Mittelalter während der Wintermonate mit heißen Steinen und glühenden Feuerhaken aufgeheizt. Das Getränk wärmte die ganze Familie. Es wurde stets mit Wasser verdünnt, für Kinder natürlich mehr als für die Väter.

Im 16. Jahrhundert erkannten Ärzte die heilende Wirkung des Getränkes und verordneten Glühwein bei Harnwegsbeschwerden, Erkältungen und Durchfall. Wahrscheinlich wurde er so stark verdünnt, dass der Alkoholgehalt kaum noch eine Rolle spielte. Heute kann es dagegen passieren, dass der Genuss von Glühwein zu Übelkeit und anderen Beschwerden führt. Entweder hatte der Wein dann eine schlechte Qualität, oder es liegt eine Histaminintoleranz vor.

Was sagen eigentlich Weinliebhaber zu Glühwein?

Vielleicht wundern Sie sich, weil Sie auf der Seite eines Weinhändlers einen Beitrag über Glühwein finden. Tatsächlich war der heiße Würzwein lange Zeit bei Weinkennern verpönt. Noch immer kann sich nicht jeder damit anfreunden, dass durch die dampfenden Gewürze kein Bouquet und keine Blume entstehen. Wir schließen uns dem nicht unbedingt an. Der Glühwein hat eine Tradition und die teilen wir gerne mit unseren Kunden. Die lange Geschichte des Getränks setzt sich nun mit Glühwein aus histaminfreiem Wein fort.

So wird Glühwein histaminarm

Es genügt nicht, für Glühwein histaminfreie Weine zu verwenden. Wenn Sie im Internet oder in einem Kochbuch ein Glühweinrezept finden, achten Sie unbedingt darauf, dass alle Zutaten verträglich sind! So werden beispielsweise Zitrusfrüchte oft in kleineren Portionen gut vertragen, während manche Personen eine typische Unverträglichkeit aufweisen. Auch den üblichen Haushaltszucker sollten Sie ersetzen, zum Beispiel durch Ahornsirup, Agavendicksaft, Rohrzucker, Braunzucker, Traubenzucker oder Birkenzucker.

Glühwein mit histaminfreiem Wein

Bei Histaminintoleranz verwenden Sie für Glühwein histaminarmen Wein. Kaufen Sie keinen fertigen Glühwein. Einerseits reicht dieser qualitativ niemals an einen selbst gemachten heran, anderseits enthalten Fertigprodukte allgemein häufig Histamin. Gut vertragen wird der Winzerglühwein, sofern natürliche Zuckerstoffe verwendet werden. Wir empfehlen Ihnen Birkenzucker, der dem Haushaltszucker in seinen Eigenschaften und der Süßkraft sehr ähnlich ist.

Winzerglühwein wird nicht mit Saft oder Wasser gestreckt. Er besteht aus Wein aus den Trauben des Winzers sowie den typischen Gewürzen. Alle anderen Glühweinsorten lassen sich beliebig verdünnen und abwandeln.

Gut zu wissen: Für Kinder wird hin und wieder «Kinderglühwein» angeboten, der natürlich nicht aus Wein hergestellt wird, sondern aus gesüßtem, erhitzten Fruchtsaft. Leider eignen sich nicht alle Säfte. Histaminarm und für Kinderglühwein geeignet sind Säfte beispielsweise von Äpfeln, Pfirsichen, Kirchen, Aprikosen, Heidelbeeren oder Preiselbeeren.

 

Rezept für Glühwein aus histaminarmen Wein

Die Zutaten

  • 1 Flasche histaminarmen Rotwein
  • 2 Stangen Ceylon-Zimt
  • 3 EL Birkenzucker (mehr oder weniger, je nachdem, wie süß Sie den histaminarmen Glühwein wünschen)
  • 3 Sternanis
  • 1 Sternfrucht (Karambole)
  • einige Kardamom Kapseln und eine Vanilleschote

Die Zubereitung

  • Für den Glühwein muss der histaminarme Wein erhitzt werden. Aber aufgepasst: Er sollte auf keinen Fall kochen, denn dann würde der Alkohol verdampfen.
  • Gießen Sie den Wein in einen ausreichend großen Topf und geben Sie die restlichen Zutaten, außer der Sternfrucht, dazu.
  • Wenn der Wein mitsamt der Gewürze heiß ist, nehmen Sie den Topf vom Herd.
  • Schneiden Sie die Sternfrucht in Scheiben und geben Sie die dekorativen Sterne zu dem Wein.
  • Nun lassen Sie alles ca. eine Stunde ziehen und erhitzen den Wein (ohne ihn zu kochen) nochmals.

Dann wird der histaminarme Glühwein serviert. Die Gewürze sind sehr dekorativ, sollten aber nicht mit in den Gläsern oder Tassen laden. Gießen Sie deshalb den Glühwein durch ein Sieb. Wer mag, gibt je einen Karambole-Stern in jede Tasse.

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