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Unterwegs auf dem Jakobsweg Weinviertel

Den Begriff Jakobsweg haben die meisten Menschen schon einmal gehört. Der Pilgerweg ist nicht eine Strecke, sondern besteht aus einem ganzen Netz von Pilgerwegen, das sich durch Europa zieht. Das zentrale Ziel ist jedoch die Kathedrale von Santiago de Compostela, die in Galicien in Spanien steht. Dort ist die Grabstätte des heiligen Jakob das Ziel.

Kleine Kapelle

Schon im Jahre 1047 wird der Begriff Jakobsweg in einer Urkunde des Hospitals von Arconada erwähnt. Er sei der „Weg, der seit alten Zeiten von Pilgern des hl. Jakobus und Peter und Paul“ begangen werde. Seit den 1970er Jahren ist es „modern“ geworden, auf dem Jakobsweg zu wandern. Ob man ihn nun nutzt, um sich ein paar Tage in die Natur zurückzuziehen und beim Wandern gedankliche Aufarbeitung zu erleben, oder ob man tatsächlich den Weg bis nach Spanien auf sich nimmt, es ist ein Erlebnis der besonderen Art.

Der Jakobsweg Weinviertel

Mit dem Jakobsweg Weinviertel wird die 162 Kilometer lange Strecke des österreichischen Jakobswegenetzes bezeichnet. Sie zieht sich durch das berühmte Weinviertel und lockt neben der herrlichen Landschaft entlang der Donau natürlich auch mit gutem Wein und bodenständigem Essen. Der Jakobsweg Weinviertel ist der österreichisch-tschechische Fernwanderweg und verbindet Mikulov in Mähren mit Mautern an der Donau. Schon seit langer Zeit gibt es Fernstraßen und Wege, die von den Römern eingerichtet wurden und deshalb „Via“ heißen. Die Via Francigena, der Frankenweg reicht von Nord- und Osteuropa bis nach Rom, der Jakobsweg Weinviertel ist ein Stück davon.
Auf 153 Kilometer Länge und über 25 Gemeinden reicht der Jakobsweg im Weinviertel. Zwischen Drasenhofen in der nördlichen Region und Krems an der Donau lässt es sich wunderbar wandern. Malerische Orte und herrliche Landschaften sollten für Abwechslung sorgen. Das Weinviertel kann natürlich mit seinen Kellergassen und Buschenschenken, schönen Gaststätten und Restaurants einiges dazu beitragen. Je nach körperlicher Konstitution oder geplanter Zeit kann der Weinviertel Jakobsweg bequem in 5, 6 oder 7 Tagen erwandert werden. Unterkünfte sollten dabei vorher gebucht werden.

Wandern und dabei gut essen und Wein genießen

Es ist wichtig, unterwegs auf dem Jakobsweg ausreichend zu essen und zu trinken. Aber es wäre sicherlich schade, wenn man sich nur aus dem Rucksack ernähren wurde. Eine deftige und regionale Mahlzeit am Tag sollte es schon sein, am besten am Abend, wenn man am Tagesziel angekommen ist. Die regionale Küche ist ebenso wie der regionale Wein empfehlenswert. Von Erdäpfeln, Karotten oder Kräutern bis hin zu deftigen Fleischgerichten ist bei den Weinviertlern alles zu haben. Häufig lässt sich beides miteinander kombinieren, in der Genusswerkstatt sieben:schläfer in Falkenstein beispielsweise oder im Hotel-Restaurant Zur Linde in Mistelbach.

Und wie sollte es im Weinviertel anders sein, hier gibt es natürlich auch den besten Wein direkt vom Winzer. Von der kleinen Winzerei bis zum großen Weingut sind viele auch in der Nähe des Jakobsweges ansässig. Darunter ist auch Bio-Wein oder veganer Wein vorhanden, sodass auch der Pilger mit solchen Wünschen nicht auf sein Glas verzichten muss. Von den insgesamt knapp 50.000 Hektar Weingarten entfallen auf das Weinviertel 13.350 Hektar. Der Grüne Veltliner zählt zu den meistangebauten Rebsorten und wird vom Welschriesling und vom Weißburgunder/Chardonnay verfolgt. Die roten Rebsorten machen einen kleineren Anteil aus und heißen Zweigelt, Blauer Portugieser, Zweigelt oder Blauburger. Vom Winzer Rainer Allacher ist histaminfreier, veganer, fruktosearmer und schwefelarmer Wein erhältlich. Sein Wein ist der erste nachweislich histaminfreie Rotwein in Österreich und begeistert nicht nur den Pilger, sondern jeden anderen Weinkenner.


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